Wie man Berberitzen zu Hause mit Stecklingen im Sommer vermehrt, Anbauregeln

Die Vermehrung von Berberitzen ist eine heikle Angelegenheit. Damit der Strauch zu einem auffälligen Schmuckstück in der Landschaft wird, müssen bestimmte Pflegehinweise beachtet werden. Ist der Strauch kräftig genug, kann er als Spenderpflanze für neue Setzlinge genutzt werden. Bevor Sie im Sommer Berberitzen durch Stecklinge vermehren, ist es wichtig, sich mit den Feinheiten der Vorgehensweise vertraut zu machen. Dazu benötigen Sie geeignetes Werkzeug für die Stielbearbeitung und Geduld.

Die Vorteile der Selbstvermehrung von Berberitzen

Dieser Zierstrauch ist nicht besonders anspruchsvoll, sodass Sie ihn selbst vermehren können. Die Vorteile der Selbstvermehrung:

  • hohe Keimrate im Vergleich zu gekauftem Material;
  • Geld sparen beim Einkauf von Rohstoffen;
  • die Fähigkeit, die Sorte des resultierenden Sämlings genau zu bestimmen.

Alle Arbeiten können so schonend wie möglich durchgeführt werden, ohne das Wurzelwerk zu beschädigen.

Wann ist der beste Zeitpunkt für den Eingriff?

Berberitzen können sowohl im Frühjahr als auch im Herbst gepflanzt werden. Der Frühling gilt als optimal, da sich der Strauch nach der Schneeschmelze schnell erholt. Höhere Temperaturen erhöhen jedoch das Risiko, dass die Wurzeln der Setzlinge austrocknen.

Wenn Sie im Herbst pflanzen, beginnen Sie am besten Anfang September. So kann der Sämling Kraft gewinnen, bevor das kalte Wetter einsetzt.

Wenn Sie die Pflanzung verzögern, kann die Pflanze erfrieren und die Winterkälte nicht überleben. Bei Bedarf kann die Vermehrung auch im Sommer erfolgen. In diesem Fall beginnen Sie am besten in den ersten Junitagen.

Methoden der Pflanzenvermehrung: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Berberitzen können auf verschiedene Weise vermehrt werden: durch Stecklinge, durch Teilung des Busches und durch Absenker.

Vermehrung der Berberitze

Um Setzlinge zu pflanzen, müssen Sie ein Gewächshaus einrichten. Dieser Prozess besteht aus mehreren Phasen:

  1. Vorbereitung der Basis. Diese besteht aus Kompost, der mit Waldstreu oder einer Mischung aus verrotteten Blättern und Erde bedeckt und 10–15 Zentimeter tief ausgelegt wird. Als nächstes kommt eine 4 Zentimeter dicke Schicht Flusssand.
  2. Das entstandene Substrat sollte sorgfältig verdichtet und großzügig gewässert werden.
  3. Oben ist es mit Folie oder transparentem Glas abgedeckt.

Das fertige Gewächshaus dient als vorübergehender Platz zum Pflanzen von Stecklingen.

Stecklinge

Wer Berberitzen vermehren möchte, sollte auf Stecklinge zurückgreifen. Am besten schneiden Sie die Stecklinge morgens, wenn noch Tau auf ihnen haftet.

Um Stecklinge vorzubereiten, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Bereiten Sie ein scharfes Messer vor.
  2. Wählen Sie einen einjährigen Ast mit fester Rinde aus. Am besten ist ein Ast mit mindestens vier Internodien.
  3. Schneiden Sie den Trieb fast an der Wurzel ab.
  4. Stellen Sie den Steckling in einen Behälter mit Wasser.
  5. Stellen Sie es an einen dunklen Ort.

Vermehrung durch Stecklinge

Wenn das Material fertig ist, beginnt man mit dem Beschneiden des Triebs.

Grüne Stecklinge

Zur Vermehrung eignen sich grüne Stecklinge. Schneiden Sie von einem einjährigen Trieb den mittleren, 8 bis 10 Zentimeter langen Stängelabschnitt ab. Alle Schnitte sollten in einem 45-Grad-Winkel erfolgen.

An jedem Stängelstück sollten die Blätter um die Hälfte gekürzt und einige Blätter am unteren Ende entfernt werden.

Die fertigen Stecklinge können zu Bündeln zusammengebunden und mit dem unteren Schnitt in einen Behälter mit Wasser gelegt werden. Dies verbessert die Wurzelbildung des entstehenden Sämlings deutlich. Anschließend pflanzen Sie die Stecklinge in ein Gewächshaus und anschließend in die Erde.

Holzstecklinge

Zur Vermehrung werden auch verholzte Stecklinge verwendet. Dieser Vorgang wird im Spätherbst durchgeführt. Als Ausgangsmaterial sollten zweijährige Triebe ausgewählt werden. Sie sollten auf 20 Zentimeter Länge geschnitten werden.

Wichtig! Achten Sie darauf, die Sprossen in einem spitzen Winkel abzuschneiden.

Anschließend werden sie in einen tiefen Graben gepflanzt. Eine Schicht Mulch (oder Laub) unterstützt die Wurzelbildung. Im Frühling werden die gepflanzten Stecklinge in Gewächshäuser gebracht. Der weitere Ablauf ist derselbe wie bei grünen Stecklingen.

Vermehrung der Berberitze

Den Busch teilen

Ein schöner Busch lässt sich durch Teilung vermehren. Diese Methode wird angewendet, wenn schnell junge Setzlinge produziert werden müssen. Das Verfahren ist wie folgt: Der Busch wird so sorgfältig wie möglich ausgegraben und in Abschnitte zerteilt. Jeder Schnitt sollte mit einer speziellen Paste behandelt werden, um das Wachstum zu stimulieren. Wenn das Wurzelsystem ausreichend entwickelt ist, sägen Sie einfach die Wurzel ab und pflanzen Sie die entstandenen Setzlinge in separate Löcher, nachdem Sie sie zuvor angefeuchtet haben.

Aus Samen zu Hause wachsen

Schon aus einem kleinen Samen lässt sich ein gesunder Berberitzenstrauch ziehen. Allerdings ist die Anzucht von Berberitzen aus Samen recht aufwendig und die Keimchancen gering. Die Aussaat erfolgt im Herbst in 3 Zentimeter tiefe Furchen. Gekeimte Samen werden gejätet und ausgedünnt. Nach einem Jahr werden die Setzlinge an ihren endgültigen Standort umgepflanzt.

Vermehrung durch Samen

Wichtig! Manchmal vermehrt sich Berberitze durch Selbstaussaat.

Wurzeltriebe

An den Wurzeln der Berberitze bilden sich häufig Knospen, aus denen Triebe entstehen. Diese Triebe bieten die Möglichkeit, dass neue Büsche wachsen. Wenn Triebe entdeckt werden, gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Graben Sie um den entstandenen Spross herum.
  2. Schneiden Sie die Verbindung zwischen dem Mutterstrauch und dem Steckling mit einer Gartenschere durch.
  3. Verpflanzen Sie es zusammen mit dem Erdklumpen an die gewünschte Stelle auf dem Grundstück.

Die Vermehrung der Berberitze auf diese Weise ist für die Pflanze am schmerzlosesten und erfordert keinen großen Aufwand.

Schichtung

Wenn Sie bereits einen Berberitzenstrauch auf Ihrem Grundstück haben und mit ihm zufrieden sind, aber noch ein paar weitere hinzufügen möchten, können Sie den Strauch durch Stecklinge vermehren. Wählen Sie dazu gesunde, einjährige Zweige aus. Ziehen Sie Furchen um den Mutterstrauch und gießen Sie diese an.

Vermehrung durch Ableger

In die entstandenen Löcher werden 15 Zentimeter lange Triebe gesetzt, fixiert und mit Erde bedeckt, sodass nur die Spitzen sichtbar sind. Die Stecklinge werden eine Saison lang gegossen und sind im Herbst pflanzbereite Setzlinge mit eigenem Wurzelsystem.

Wann sollten Setzlinge im Freiland gepflanzt werden?

Neue Setzlinge pflanzt man am besten im Frühjahr ins Freiland. Dies ist der optimale Zeitpunkt für die Bewurzelung der Berberitze. Es ist ausreichend warm und feucht, und der Frost hat sich bereits gelegt. Wenn Sie die Setzlinge im Frühjahr pflanzen, hat die Pflanze bis zum Herbst genügend Kraft gewonnen, um selbstständig zu überwintern. Zuvor müssen Sie den Boden vorbereiten und einen festen Standort für die Pflanze auswählen.

Vorbereitung des Standorts und des Pflanzlochs

Wenn Sie einen einzelnen Setzling pflanzen, reicht ein Loch von 45 x 45 Zentimetern und einer Tiefe von 50 Zentimetern aus. Dieser Platz wird nicht nur für den Setzling, sondern auch für den Dünger benötigt, der den Raum füllt.

Berberitzenhochhaus

In das entstandene Loch wird Wasser gegossen. Anschließend wird eine Drainageschicht aus Kieselsteinen oder Holzstücken auf den Boden gelegt. Sobald das Loch vorbereitet ist, wird es mit einer Mischung aus Torf, Erde und Humus gefüllt.

Junge Berberitze pflanzen und pflegen

Wachsende Berberitze Die Qualität der Bepflanzung hängt von der Bodenqualität ab. Das vorbereitete Loch wird mit Erde gefüllt und der Setzling hineingesetzt. Anschließend werden die Wurzeln ausgebreitet und der Setzling mit Erde bedeckt. Nach dem Verdichten wird die Erde aufgefüllt und bewässert. Anschließend wird die Pflanzfläche mit Torf gemulcht.

Nach der Pflanzung im Freiland benötigen junge Sträucher eine besondere Pflege. Diese besteht aus mehreren wesentlichen Schritten:

  • regelmäßiges Gießen;
  • Unkrautentfernung;
  • saisonale Fütterung.

Bis zum Herbst werden die Sämlinge stärker und können den Winter überstehen.

Durch die Vermehrung von Berberitzen können Sie mit nur einem Busch eine wunderschöne Landschaft mit spektakulären Pflanzen schaffen, die das ganze Jahr über das Auge erfreuen.

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